Der Schlüssel zu
Gottes “Tagebuch”

Was die Bibel wirklich über
Schöpfung und Evolution sagt

Jahrgang 1961
Hebraicum und Graecum an der
Universität München
Kontakt:
Armin Held
Oberreit 1
D - 83620 Feldkirchen-Westerham
Telefon: 08063-972 301
(Flatrate)
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Der Schöpfungsbericht ist gewissermaßen die Eingangstür
zur ganzen Bibel. Und wie es oft so mit Türen ist, brauchen wir einen
Schlüssel, um sie zu öffnen. Zum Glück steckt dieser bei der Genesis sozusagen
schon im Schloss, man könnte auch sagen im Schluss: In seinem letzten Satz gibt
uns der Bibeltext selbst den entscheidenden Hinweis zu seiner Entschlüsselung!
Es ist nämlich so, dass viele Berichte der Bibel mit
einem Schlusssatz enden, der zusammenfasst, worum es bei dem jeweiligen Text
geht. Damals war es sehr gebräuchlich, ein Dokument mit solch einer
Schlussformel, einem sogenannten Kolophon zu versehen. Dieser
Untertitel entspricht einer heutigen Überschrift und bringt sozusagen auf den
Punkt, worum es überhaupt geht.[1] Der Untertitel
des Schöpfungsberichtes enthält nun eine entscheidende Information, die uns die
Tür zu einem tieferen Verständnis der Genesis, ja, der ganzen Bibel öffnet. Er
beginnt auf Hebräisch folgendermaßen:

“Elläh toledot ha-schamajim wö-ha-aräts”
Dies
sind die Toledot der Himmel und der
Erde. Genesis 2:4
Das Schlüsselwort lautet auf Hebräisch “toledot”, stammt von dem
Tätigkeitswort jalad = gebären,
beziehungsweise dessen Verursachungsform holid =
zeugen ab und bedeutet wörtlich “Zeugungsfolgen,
Geschlechterfolgen, Stammbaum”:
ja La D = gebären
ho Li D = zeugen
to Le
D ot = Zeugungen,
Geschlechterfolgen
Das gesamte bis dahin beschriebene Geschehen ist demnach
nichts anderes als eine Reihe von “Geschlechterfolgen”, ein
Abstammungsgeschehen! Mit anderen Worten:
Der Schöpfungsbericht ist in Wirklichkeit
ein Stammbaum!
Es ist wichtig, dass wir damit nicht einen Begriff
bis an seine Grenze dehnen, was er “auch noch bedeuten kann”. Nein, ganz im
Gegenteil, wir haben nur den Staub menschlicher Tradition vom Originaltext
geblasen und lassen ihn so endlich wieder selber “zu Wort” kommen: “Stammbaum”
ist die ganz normale und zentrale Bedeutung dieses Wortes!
Der Beweis: Das Hauptwort “Toledot” kommt 39 Mal in der Bibel vor und ist durchweg ein
Spezialausdruck für Geschlechtsregister
und Abstammungsverzeichnisse. Die “Einheitsübersetzung” zum Beispiel gibt
es (mit Ausnahme von Genesis 2:4!) immer im Sinne von “Abstammung” wieder.
Alle 39 Vorkommen von Toledot = Geschlechterfolgen
nach dem Text der Einheitsübersetzung
1.Mose 2:4 Das
ist die Entstehungsgeschichte von
Himmel und Erde ...
1.Mose
5:1 Dies ist die Liste der Geschlechterfolge Adam: Am Tag, da Gott den Menschen erschuf,
machte er ihn Gott ähnlich ...
1.Mose
6:9 Das ist die Geschlechterfolge
nach Noach: Noach war ein gerechter ...
1.Mose
10:1,32 Das ist die Geschlechterfolge
nach den Söhnen Noachs, Sem, Ham und Jafet. ... Das waren die
Sippenverbände der Söhne nach ihrer Geschlechterfolge
in ihren Völkern. Von ihnen zweigten sich nach der Flut die Völker der Erde
ab.
1.Mose
11:10,27 Das ist die Geschlechterfolge
nach Sem: Sem zeugte (holid) im Alter von hundert Jahren Arpachschad, zwei Jahre
nach der Flut. ... Das ist die Geschlechterfolge
nach Terach: Terach zeugte (holid) Abram, Nahor und Haran, Haran zeugte (holid)
Lot.
1.Mose
25:12,13,19 Das ist die Geschlechterfolge
nach Ismael, dem Sohn Abrahams. Ihn hatte die Ägypterin Hagar, die Magd
Saras, Abraham geboren (jalad). ... Das sind die Söhne Ismaels nach ihren
Namen und nach ihrer Geschlechterfolge: Der Erstgeborene Ismaels war Nebajot,
dann kamen Kedar, Adbeel, Mibsam ... Und das ist die Geschlechterfolge nach Isaak, dem Sohn Abrahams: Abraham zeugte
(holid) Isaak ...
1.Mose
36:1,9 Das ist die Geschlechterfolge
nach Esau, der auch Edom hieß ... Das ist die Geschlechterfolge nach Esau, dem Stammvater von Edom im Bergland
Séir.
1.Mose
37:2 Das ist die Geschlechterfolge
nach Jakob: Als Josef siebzehn Jahre zählte ...
2.Mose
6:16,19 Das sind die Namen Levis nach ihrer Geschlechterfolge:
Gerschon, Kehat und Merari ... das
waren die Sippenverbände der Leviten nach ihrer Geschlechterfolge.
2.Mose
28:10 ... die übrigen sechs Namen in den anderen Stein, in
der Reihenfolge, wie sie geboren wurden (Anmerkung:
eigentlich gemäß ihrer Geschlechterfolge).
4.Mose
1:20,22,24,26,28,30,32,34,36,38,40,42
Zuerst kamen die Nachkommen Rubens, des Erstgeborenen Israels: Man
ermittelte ihre Geschlechterfolge
nach Sippen und Großfamilien und zählte mit Namen alle Männer von zwanzig
Jahren und darüber, alle Wehrfähigen ...
Sodann die Simeoniter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge ... für die Gaditer
... die Nachkommen Judas ... die Naftaliter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge ...
4.Mose
3:1 Und das ist die Geschlechterfolge
Aarons und Moses an dem Tag, da der HERR auf dem Berg Sinai mit Mose
redete.
Ruth
4:18 Das ist die Geschlechterfolge
nach Perez: Perez zeugte (holid) Hezron ...
1.Chronik
1:29 (Die Söhne Abrahams waren Isaak und Ismael.) Das ist die
Geschlechterfolge nach ihnen: Der
Erstgeborene Ismaels war Nebajot, dann kamen Kedar, Adbeel, Mibsam ...
1.Chronik
5:7 Seine Brüder wurden, als sie sich nach ihren Geschlechterfolgen in die Stammeslisten
eintragen ließen, seinen Familien zugezählt ...
1.Chronik
7:2,4,9 ... Sie waren Häupter der Großfamilien Tolas,
tapfere Krieger, jeder entsprechend seiner Geschlechterfolge.
Zur Zeit Davids zählten sie 22.600 Mann ... Sie hatten, geordnet nach
ihrer Geschlechterfolge und nach
ihren Großfamilien ... viele Frauen und Kinder ... Die Aufzeichnung
entsprechend ihrer Geschlechterfolge
nach den Häuptern ihrer Großfamilien ...
1.Chronik
8:28 Sie waren Häupter der Großfamilien entsprechend ihrer Geschlechterfolge ...
1.Chronik
9:9,34 ... dazu ihre Brüder nach ihrer Geschlechterfolge, insgesamt 956 Mann.
Sie waren Oberhäupter ihrer Großfamilien ... Das waren die Häupter der
Großfamilien der Leviten nach ihrer Geschlechterfolge,
die Häupter. Sie wohnten in Jerusalem.
1.Chronik 26:31 ... die Geschlechterlisten der Großfamilien der
Hebroniter ...
Auch die Standartwörterbücher zum Alten Testament
bestätigen, dass Toledot wörtlich
eine Aufeinanderfolge von Zeugungen oder Geschlechterfolgen bedeutet: Gesenisus
“Hebräisches Handwörterbuch zum Alten Testament”, ghhw Seite 873,
Köhler-Baumgartner “Veteris Testamenti Libros”, kblv Seite 1021. Mit anderen
Worten:
“Toledot”
ist der hebräische Inbegriff von Abstammung!
Der uralte Text der Bibel sagt also in einem schlichten
Satz aus, was Darwin Jahrtausende später herausfand:
Die im
Schöpfungsbericht erwähnten Lebensformen
sind
Teil eines gigantischen Stammbaumes -
der
Mensch ist mit ihnen allen verwandt!
Eine sehr wichtige Bestätigung für unsere Deutung ...
... ist der Textzusammenhang. Ein erster Blick in
die Genesis zeigt, dass der Schöpfungsbericht ganz klar eine aufsteigende
Entwicklungsreihe beschreibt, die sich erstaunlich mit dem deckt, was die
Naturwissenschaften bis heute herausgefunden haben:
·
Gottes Geist brütet gleich am Anfang über den
Gewässern der chaotischen Urerde, dann erscheinen der Reihe nach Pflanzen,
Meerestiere, Landtiere und zuletzt die Menschheit.
·
Es fällt außerdem auf, dass der ganze
Schöpfungsbericht immer wieder Worte wie Samen und Arten, Fruchtbarkeit und Vermehrung
gebraucht, die alle auf Abstammung hinweisen.
Die Geschlechtsregister der
Bibel: Linien und Bäume
In der modernen Biologie ist “Abstammung” der absolute
Dreh- und Angelpunkt jeglicher Evolution. Und Tatsache ist weiterhin, dass
Abstammung in der Bibel eine so zentrale Rolle spielt wie in keinem anderen
Buch der Weltgeschichte: Sie beruht auf zahlreichen Stammbäumen, die sich durch
das ganze Buch erstrecken. Die erste Art von Stammbäumen zeichnet den genauen
Verlauf einer einzelnen Abstammungs-Linie auf:
Und
dies ist die Geschlechterfolge
(toledot) des Perez: Perez zeugte
(holid) Hezron, und Hezron zeugte
(holid) Ram, und Ram zeugte (holid)
Amminadab ... Ruth 4:18-22
Die zweite Art von
Abstammungsreihe zeigt dagegen, wie sich aus einer gemeinsamen Herkunft ganze
“Stämme” abspalten. Ein klassisches Beispiel ist die sogenannte “Völkertafel”
von Genesis 10, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit Genesis 1 hat: Ganze
Völkerschaften entwickeln sich aus gemeinsamen Vorfahren, der Bericht wird
ausdrücklich als Stammbaum (toledot) gekennzeichnet.
Die Erwähnung aller einzelnen Glieder ist in derartig weitverzweigten
Völkertafeln weder möglich noch sinnvoll, wollen sie doch einen Überblick
vermitteln. Als Folge erscheint das Tätigkeitswort holid = zeugen in
ihnen kaum noch oder gar nicht mehr. Statt dessen ist es stellvertretend in dem
(Unter-)Titel enthalten, der das ganze Geschehen eindeutig als eine Reihe von
Zeugungen und Abstammungen kennzeichnet.
Auf den Folgeseiten stellen wir die zwei ersten
Toledot-Register der Bibel einander gegenüber, den Schöpfungsbericht und den
Stammbaum der Söhne Noahs. Es ist auf einen Blick zu erkennen, dass es sich
grundsätzlich um ein und dasselbe handelt, nämlich um Stammbäume!


Abstammung -
ein Zentralthema der ganzen Bibel!
Ist es
nicht bemerkenswert, dass die Bibel ausgerechnet mit einem Stammbaum beginnt?
Das Thema “Abstammung” muss ihrem Autor sehr wichtig sein, dass er es an den Anfang
des ganzen Buches stellt! Und alles Folgende dreht sich auch wieder um
Abstammung, denn Genesis 1 ist der Ausgangspunkt weiterer Stammbäume, die
das Grundgerüst der ganzen Bibel bilden:
Die Toledot = Zeugungsfolgen Adams,
Genesis 5, setzen sich fort über die Toledot der Söhne Noahs, Genesis 10.
Diese beschreiben, wie aus wenigen Vorvätern ganze Völker und Nationen mit
eigenen Sprachen wurden. Über weitere Stammbäume gelangen wir bis zu Abraham,
Isaak, Jakob. Dieser wird später “Israel” genannt und ist der “Stammvater” von
zwölf “Stämmen”, die alle von ihm “abstammen”. Innerhalb dieses Volkes wird der
Abstammungslinie, die über König David verläuft, besondere Aufmerksamkeit
gewidmet. Wie ein roter Faden zieht sie sich durch die Seiten der Bibel.
Stammbäume sind also nicht verzierendes Beiwerk, sondern der Kern, um den herum
sich das ganze Geschehen der Bibel fügt!
Was ist das häufigste Hauptwort des Alten Testamentes?
Was für eine herausragende
Bedeutung das Thema “Abstammung” in der Bibel hat, spiegelt sich auch im
Wortschatz des Alten Testamentes auffällig wieder: Nach dem Gottesnamen JaHWäH (6.828 Vorkommen) ist Ben = Sohn mit großem Abstand das
häufigste Hauptwort (4.929 Vorkommen), gefolgt von Älohim = Gott (2600 Vorkommen). Allein diese drei Worte enthalten
schon eine richtungsweisende Aussage: JHWH
- Sohn - Gott. Abstammung hat also eine gewaltige Bedeutung beim Volk der
Juden, von dem wir das Alte Testament haben - und das Neue!
Auch das Neue Testament beginnt mit einem Stammbaum!
Tatsächlich
enthalten die ersten Verse des Matthäus-Evangeliums eine Liste der Vorfahren
Jesu. Sollte es Zufall sein, dass Altes und Neues Testament beide mit einem
Stammbaum beginnen?
Stammbaum (griechisch:
génesis) von Jesus, dem Messias, dem
Sohn Davids, des Sohnes Abrahams. Matthäus 1:1, Einheitsübersetzung
Tatsächlich verwendet die hebräische Übersetzung des
Neuen Testamentes in Matthäus 1:1 genau dasselbe Wort wie das hebräische Alte
Testament in Genesis 2:4, nämlich TOLEDOT:
Dies sind die Zeugungsfolgen (toledot) Jesu Christi,
des Sohnes Davids ... Matthäus 1:1
Matthäus 1
schafft damit die (bio-) logische Verknüpfung zweier Bücher, die beide den
Stammbaum von Himmel und Erde zum Inhalt haben. Und umgekehrt übersetzt die
Septuaginta, die von Juden aus der Zeit vor Christus stammende griechische
Übersetzung, in Genesis 2:4 wörtlich gleich mit dem, was im griechischen
Text von Matthäus 1:1 steht:
Dies
ist das Buch des Geschlechtes (griechisch génesis) der Himmel und der Erde ...
Genesis 2:4
Nehmen
wir die Bibel doch wirklich “beim Wort”!
Dies alles sind nur Bestätigungen dafür, dass wir
nicht etwas in den Bibeltext hineingelesen, sondern nur wieder ans Licht
gebracht haben, was er schon seit Jahrtausenden sagt. Jetzt, wo wir den Schlüssel
zum Verständnis der ersten Bibelseiten in Händen halten, können wir die
Schatzkammern dieses alten Buches in ganz neuem Licht erforschen. Gehen wir den
Schöpfungsbericht also einfach Satz für Satz durch, lassen wir den Originaltext
selber “zu Wort” kommen - wir dürfen uns dabei auf weitere Überraschungen
gefasst machen!
Dies ist der Text von
Genesis 1:1-2:4 nach der allgemein als sehr genau und grundtextnah
anerkannten “Elberfelder Bibel”. Die Überschriften und Fußnoten wurden vom
Verfasser eingefügt, die Anmerkungen in Klammern stammen aus den Fußnoten der
Elberfelder Bibel selber.
Die
Erschaffung des Universums
1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
Die
Tohuwabohu-Zeit der Erde
2 Und die Erde war (oder: wurde) wüst und leer,
und Finsternis war über der Tiefe (oder Flut).
Erstes Leben in den Gewässern der Urerde
Und der Geist Gottes schwebtericheph über den Wassern.
Erster
Zeitraum: Sonnenlicht dringt bis zur Erdoberfläche
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde
Licht.
4 Und Gott sah das Licht, dass es gut war.
Und Gott schied das Licht von der
Finsternis.
5 Und Gott nannte das Licht Tag, die
Finsternis aber nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es
wurde Morgen: ein Tag.
Zweiter Zeitraum: Eine Atmosphäre entsteht
6 Dann sprach Gott: Es werde eine Wölbungraqia mitten in den Wassern, und es sei eine Scheidung
zwischen den Wassern und den Wassern!
7 Und Gott machte die Wölbung und schied die
Wasser, die unterhalb der Wölbung von den Wassern, die oberhalb der Wölbung
waren. Und es geschah so.
8 Und Gott nannte die Wölbung Himmel.
Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein zweiter Tag.
Dritter
Zeitraum: Das Festland taucht aus dem Urmeer auf
9 Und Gott sprach: Es sollen sich die Wasser
unterhalb des Himmels an einen Ort sammeln, und es werde das Trockene sichtbar!
Und es geschah so.
10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die
Ansammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, dass es gut war.
Pflanzen
besiedeln das Festland
11 Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras
hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringt, Fruchtbäume, die auf der Erde Früchte tragen nach ihrer Artmin, in denen ihr Same ist! Und es geschah so.
12 Und die Erde brachte Gras hervorjatsa, Kraut,
das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte tragen, in denen
ihr Same ist nach ihrer Art.
Und
Gott sah, dass es gut war.
13 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen - ein
dritter Tag.
Vierter
Zeitraum: Die Atmosphäre klart auf
14 Und Gott sprach: Es sollen Lichterma-or an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden
zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und (zur Bestimmung
von) Zeiten und Tagen und Jahren,
15 und sie sollen als Lichter an der Wölbung des
Himmels dienen, um auf die Erde zu leuchten! Und es geschah so.
16 Und Gott machteasah die beiden großen Lichter: das größere Licht zur Beherrschung des Tagesjom und das kleinere Licht zur Beherrschung der
Nacht, und die Sterne.
17 Und Gott setztenatan sie an die Wölbung des Himmels, über die Erde zu leuchten
18 und zu herrschen über den Tag und über die
Nacht, und um zwischen dem Licht und der Finsternis zu scheiden. Und Gott sah,
dass es gut war.
19 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen -
ein vierter Tag!
Fünfter
Zeitraum: Tierisches Leben in den Meeresgewässern
20 Und Gott sprach: Es sollen die Wasser vom
Gewimmel lebender Wesennäphäsch wimmeln, und Vögeloph sollen über die Erde fliegen unter der Wölbung des Himmels!
21 Und Gott schuf die großen Seeungeheuertannin und alle sich regenden lebenden Seelen, von denen
die Wasser wimmeln, nach ihrer Art und alle geflügelten Vögel nach ihrer Art.
Und Gott sah, dass es gut war.
22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar
und vermehrt euch, und füllt das Wasser in den Meeren, und die Vögel sollen
sich vermehren auf der Erde!
23 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein
fünfter Tag.
Sechster Zeitraum: Landtiere kommen heraus
24 Und Gott sprach: Die Erde bringe lebende Wesen
hervorjatsa nach ihrer Art: Vieh und kriechende Tiere und (wilde) Tiere der Erde nach
ihrer Art! Und es geschah so.
25 Und Gott machte die (wilden) Tiere der Erde
nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere auf dem
Erdboden nach ihrer Art.
Und Gott sah, dass es gut war.
Die
Menschheit wird erst zubereitet und dann erschaffen
26 Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machenasah in unserem Bild, nach unserem Abbild! Sie sollen
herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über
das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der
Erde kriechen!
27 Dann schuf Gott den Menschen nach seinem Bild,
nach dem Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau (wörtlich: männlich und
weiblich) schuf er sie.
Segnung
und Herrschaftsauftrag für die Menschheit
28 Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen:
Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie (euch)
untertan, und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des
Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!
Privileg
der Menschen: Früchte und Samen als Nahrung
29 Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles
samentragende Kraut gegebennatan, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an dem
samentragende Baumfrucht ist: es soll euch zur Nahrung dienen.
30 Aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des
Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in dem eine lebende Seelenäphäsch ist, (habe ich) alles grüne Kraut zur Speise
(gegeben).
31 Und es geschah so. Und Gott sah alles, was er
gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde
Morgen: das war der sechste Tag.
Siebter Zeitraum: Vollendung des Werkes
2:1 So wurden die Himmel und die Erde und ihr
ganzes Heertsaba vollendet.
2:2 Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk,
das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er
gemacht hatte.
Segnung
und Heiligung des siebten Tages
2:3 Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte
ihn, denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem
er es machte.
Der
zusammenfassende Untertitel
2:4 Dies ist
die Entstehungsgeschichtetoledot
(Fußnote der Elberfelder Bibel:
“Hebräisch toledot, das heißt wörtlich Erzeugungen,
es bedeutet im AT Nachkommen, Geschlechterfolge ...”)
der
Himmel und der Erde,
als sie geschaffen wurden, an dem Tag,
an dem Gott, der HERR, Erde und Himmel machte.
Im
Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde!
Genesis 1:1
Auf Hebräisch
sehen die ersten Worte der Bibel so aus:
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Und ausgesprochen werden sie
ungefähr so:
“Böreschit bara ÄLOHIM et ha-schamajim wö-et ha-aräts”
Diese Worte sind Jahrtausende alt.
Aber erst vor ungefähr hundert Jahren sind auch die Naturwissenschaftler zu
derselben Erkenntnis gelangt, dass das Weltall nämlich tatsächlich einen Anfang
hat:
Die säkulare Wissenschaft ist immer davon
ausgegangen, dass das Universum ewig ist. Gottgläubige mussten einfach sagen:
“Also gut, selbst wenn das Universum statisch zu sein scheint, hat es trotzdem
einen Anfang gehabt, als Gott es schuf.” Die Entdeckung des 20. Jahrhunderts,
dass das Universum kein unveränderliches, ewiges Gebilde ist, war für säkulare
Denker ein völliger Schock. Sie kam völlig unerwartet.
Lee Strobel “Indizien für einen Schöpfer”, Seite 143
Der “Urknall” ist also nicht
eine atheistische, sondern eine christliche Idee! Die “Ungläubigen” unter den Naturwissenschaftlern
konnten sich nur zögernd mit diesem Konzept anfreunden und nur, weil die Fakten
sie dazu zwangen:
Es war ein Mann Gottes, der auf die Idee mit dem
Urknall kam. Ende der zwanziger Jahre erfuhr der junge belgische Priester und
Astronom Georges Lemaître von einer rätselhaften Entdeckung. Sein
amerikanischer Forscherkollege Edwin Hubble hatte beobachtet, dass sich alle
Galaxien rasend schnell von der Erde fort bewegen. Die fernen Sterneninseln, so
fiel Lemaître auf, verhalten sich wie Granatsplitter nach einer Detonation.
Kurz darauf veröffentlichte er im Wissenschaftsmagazin 'Nature' eine
phantastisch klingende Hypothese: Vor Äonen, so der Priester, explodierte ein
“Uratom”, aus dem dann Raum, Zeit und Materie entstanden seien.
Die Himmelsforscher waren entsetzt. Ihr gottesfürchtiger Kollege musste sich
irren. Unter allen Umständen wollten sie in ihren kosmologischen Modellen so
etwas wie einen Schöpfungsakt vermeiden. Doch der Priester behielt Recht. Heute
zweifelt kaum noch ein Astronom daran, dass alles einmal mit einem großen Knall
angefangen hat. Vor 15 Milliarden Jahren ...
O. Stampf, DER SPIEGEL 2/2002 Seite 148
Während in früheren
Jahrhunderten die Menschen mit bloßem Auge den Sternenhimmel betrachteten und
dadurch unwillkürlich in ihrem Glauben an einen allmächtigen Gott bestärkt
wurden, sind nun die Erkenntnisse der modernen Astronomie ein noch stärkeres
Argument für den Glauben an einen Urheber aller Dinge geworden, das auch -
oder gerade - hochkarätige Wissenschaftler überzeugt:
Die Astronomie führt uns zu einem einzigartigen
Ereignis, einem Universum, das aus dem Nichts erschaffen wurde, ... und dem ein
(man könnte sagen übernatürlicher) Plan zu Grunde liegt ...
Die besten Angaben, die die Wissenschaft uns
liefert, sind genau das, was ich vorhergesagt hätte, wenn ich nichts anderes
gehabt hätte als die fünf Bücher Mose. Nobelpreisträger Arno Penzias,
zitiert in: Lee Strobel “Indizien für einen Schöpfer” Seite 203
Ein weiteres Beispiel hierfür
ist Allan Rex Sandage, ein weltweit bekannter Kosmologe, der durch seine Arbeit
das Mysterium der Quasare sowie das Alter von Kugelstemhaufen ergründet hat,
der die Entfernungen zwischen fernen Galaxien genau bestimmt und die Ausdehnung
des Universums quantifiziert hat. Er war von Kindesbeinen an Atheist gewesen,
doch durch seine Forschungen kam er zum Glauben an Gott:
Meine Wissenschaft hat mich zu dem Schluss
gebracht, dass die Welt sehr viel komplizierter ist, als es sich durch die
Wissenschaft erklären lässt ... Erst durch das Übernatürliche kann ich das
Geheimnis meiner Existenz verstehen. Allan Rex Sandage, zitiert in
Lee Strobel “Indizien für einen Schöpfer” Seite 95,96
Die
Welt ist nicht so überschaubar und durchschaubar geworden, dass Gott keinen
Platz mehr in ihr hätte, wie man zur Zeit der sogenannten Aufklärung meinte. Im
Gegenteil, das Weltall hat sich inzwischen vielmehr als so unvorstellbar groß
und komplex erwiesen, dass die Intelligenz und Macht seines Schöpfers für
Menschen unermesslich ist. Es sind nicht die Lücken unserer Erkenntnis, die
Gott zu füllen hätte, und die immer kleiner werden, sondern gerade die
nachvollziehbare Logik der Schöpfung verlangt einen denkenden Planer, ein für
uns unvorstellbares Genie:
Gottes
Größe schrumpft nicht mit unseren Wissenslücken,
sondern sie wächst mit unserer Erkenntnis!
Schöpfung UND Evolution!
Das hebräische Wort bara =
erschaffen bezeichnet einen plötzlichen Akt, bei dem Gott aus sich
heraus etwas völlig Neues ins Dasein bringt. Deshalb ist “Urknall” keine
schlechte Umschreibung für das, was die Bibel “Erschaffung von Himmel und Erde”
nennt:
Innerhalb von drei Minuten ...
entstanden 98 Prozent aller Materie, die
es gibt oder jemals geben wird. Wir haben ein Universum. Es ist ein Ort der
wunderbarsten und befriedigendsten Möglichkeiten und außerdem ist er auch noch
schön. Und all das war in etwa der Zeit erledigt, die man braucht, um sich ein
Butterbrot zu schmieren.
Lee Strobel “Indizien für einen Schöpfer”, Seite 127
Tatsächlich, Gottes Schöpfungen geschehen relativ
schnell, doch wäre es ein Missverständnis zu meinen, das Ergebnis seien fix und
fertige Endprodukte! Im Gegenteil, Schöpfungsakte bringen immer den Rohstoff
für weitere Entwicklungen hervor. Darum wird die Schöpfung in Genesis 1:1 ja
auch ausdrücklich als “Anfang” bezeichnet, was eine Weiterentwicklung zwingend
erwarten lässt!
Das für uns vielleicht anschaulichste Beispiel dafür, was
die Bibel unter Schöpfung versteht, ist die Zeugung jedes einzelnen Menschen im
Mutterleib, die zugleich ein Schöpfungsakt Gottes ist:
... jeden, den ich
zu meiner Ehre geschaffen habe (bara'). Jesaja 43:7, vergleiche Psalm
102:19, Maleachi 2:10
Die körperlichen Eigenschaften
einer Person werden durch die Gene bestimmt, die bei der Befruchtung der Eizelle
festgelegt werden. Dies geschieht in sehr kurzer Zeit, relativ plötzlich. Doch
es ist nicht das Ende, sondern der Anfang einer intensiven Entwicklung, in der
die persönlichen Eigenschaften sich entfalten. Diese “Evolution” der einzelnen
Person läuft nicht vollautomatisch ab, sondern hängt wiederum von vielen
äußeren Einflüssen und eigenen Entscheidungen und Handlungen ab. Dies zeigt
deutlich, in welch hohem Maße natürliche Prozesse mit Gottes Schöpfungsakten
verwoben sein können.
Nur drei Schöpfungsakte im ganzen Schöpfungsbericht!
Es ist zwar wahr, dass nur Gott
etwas erschaffen kann und deshalb zu recht als einziger “Schöpfer” genannt
werden kann. Aber er ist mehr als nur Schöpfer: Die Bibel kennt mindestens 700
Namen für Gott, die alle verschiedene Aspekte seines Wesens beleuchten[2]. Es
wäre deshalb falsch zu meinen, Gott habe in Genesis 1 ausschließlich
Schöpfungsakte vollbracht! Im Gegenteil: In der hebräischen Bibel ist bara =
erschaffen ein recht seltenes Wort, auf mehr als tausend Seiten kommt es nur 47
Mal vor! Selbst in den 35 Versen des “Schöpfungsberichtes” werden nur drei
Schöpfungsakte genannt, und zwischen dem ersten und dem zweiten Schöpfungsakt
liegen zwanzig Verse Entwicklung:
Genesis 1:1 Himmel
und Erde = Materie, Raum und Zeit
Genesis 1:21 Tiere = seelische Lebewesen
Genesis 1:27 Menschen = geistige Lebewesen
Diesen drei Schöpfungen entsprechen auf Seiten der
Naturwissenschaften drei Ereignisse, die derartig plötzlich verliefen, dass sie
die Naturwissenschaftler bis heute vor grundsätzliche Rätsel stellen und in
zwei Fällen “explosive” Namen bekamen - sie stellen unübersehbare Hinweise
auf einen Schöpfergott dar:
Der Urknall, die plötzliche und zugleich unerklärliche
Entstehung der Materie
·
Die Kambrische Explosion, das plötzliche Erscheinen
tierischen Lebens
·
Der kometenhafte Aufstieg der Menschheit
Die drei Neuschöpfungen sind in den Zeugungsfolgen
von Himmel und Erde wie Säulen, die die gesamte Entwicklung tragen.
Gleichzeitig sind sie eng verwoben mit den Abstammungs- und Entwicklungsprozessen,
die letztlich ebenso von Gott bewirkt wurden, nur auf andere Art und Weise.
Ergebnis:
Die Schrift lehrt einerseits Schöpfung, denn sie betont, dass drei
Schöpfungsakte Gottes die Abstammungsreihe des irdischen Lebens tragen:
·
Die Erschaffung der Materie “im Anfang”, der
“Urknall”, Genesis 1:1
·
Die Erschaffung tierisch-seelischen Lebens, die
“Kambrische Explosion”, Genesis 1:21
·
Die Erschaffung des Menschen als geistiges Wesen,
“Kultur”, Genesis 1:27
Andererseits lehrt sie auch Evolution: Sie bezeichnet das
ganze Geschehen als einen Stammbaum, Genesis 2:4. Gott schuf zwar relativ
plötzlich Materie, Tierseelen und Menschengeist, aber nicht fix und fertig,
sondern in geschichtliche Prozesse hinein und auf weitere Entwicklung hin angelegt:
“Gott erschuf, um zuzubereiten” - so lautet der hebräische Text von Genesis 2:3
wörtlich.
Man sollte allerdings drei
Dinge klar voneinander unterscheiden, wenn man den Begriff Evolution verwendet:
·
Evolution im Sinne
von Abstammung und Höherentwicklung - wie wir es meinen.
·
Evolutions-Theorien als
Erklärungsversuche, wie Evolution geschah, zum Beispiel die “Darwin'sche
Evolutionstheorie”, die sich auf “Mutation und Selektion” stützt.
·
Evolution-ismus als
atheistische Philosophie, die voreingenommen jeglichen Gott ausschließt und nur
Zufall und Notwendigkeit als Faktoren für Evolution zulässt.
Die Diskussion “Schöpfung oder Evolution” beruht somit auf einer falschen Fragestellung:
Eine Art falscher Alternativen liegt dann vor,
wenn die Frage “entweder - oder” gestellt wird, die sogenannten Alternativen in
Wirklichkeit aber lediglich zwei Seiten ein und derselben Münze sind ...
Falsche Alternativen liegen fast allen großen Kontroversen in der Geschichte
der Evolutionsbiologie zugrunde.”
Ernst Mayr, “Die Entwicklung der biologischen Gedankenwelt, 675
Die Bibel sagt es in einem
Satz:
Dies
sind die Zeugungsfolgen von Himmel und Erde = Abstammung, Evolution
in ihrem Erschaffenwerden = Schöpfung.
Genesis 2:4
Zur
Zeit seiner Abfassung verfügte kein Mensch über das Wissen, um ein dermaßen
zutreffendes Bild von der Frühzeit der Erde zu zeichnen, wie es der
Schöpfungsbericht gibt. Somit drängt sich die Schlussfolgerung auf, dass hier
jemand anderes berichtet, was auf der Erde geschah, ehe auch nur irgend ein
Mensch auf ihr lebte. Mit anderen Worten: Der Schöpfungsbericht ist nicht das
Produkt menschlicher Spekulationen, sondern ein Bericht aus erster Hand, man
könnte auch sagen: Eine Visitenkarte Gottes!
Die Schöpfung als Gottesbeweis
Man
könnte über dieses Thema ein eigenes Buch schreiben, und Lee Strobel hat es
getan, dessen Werk “Indizien für einen Schöpfer” ich an dieser Stelle empfehlen
möchte. Ich selber will mich hier kurz fassen und nur drei naturwissenschaftliche
Argumente nennen, die auf einen Urheber und Ordner des Weltalls hinweisen:
1. Der Satz von der Erhaltung der Energie
Er wird in den Naturwissenschaften als universal
gültig angesehen und besagt, dass innerhalb der Schöpfung Energie niemals
vermehrt oder vermindert, sondern nur von einer Energieform in die andere
überführt werden kann. Der Volksmund würde das so formulieren: “Von nichts
kommt nichts”! Demnach muss es einen übernatürlichen Ursprung aller
Materie und Energie geben. Diesen Schöpfer, den Urheber aller Dinge, nennen
Menschen überall auf der Erde “Gott”.
Die einzige Ausflucht aus
dieser Logik bestand in der Annahme, das Weltall sei einfach schon ewig
vorhanden gewesen. Aber eben diese Behauptung ist durch den “Urknall” widerlegt:
Inzwischen gilt es als wissenschaftlich erwiesen, dass das Weltall nicht schon
unendlich existiert, sondern dass es den “Anfang” der Bibel tatsächlich gab:
Man nennt ihn “Urknall” und datiert ihn auf ungefähr 13 Milliarden Jahre.
Gott ist die Ursache (lateinisch: causa) aller
Dinge,
und wer kausal denkt, denkt in der Richtung Gottes. Gerade weil ich nachgedacht
habe,
bin ich gläubig geblieben.
Louis Pasteur, Chemiker und Bakteriologe
2. Der Satz von der Entropie
Er besagt, dass jedes System, das
sich selber überlassen wird, sich immer von höherer Ordnung in Richtung
Unordnung bewegt. Demnach muss am Anfang der Schöpfung eine intelligente Macht
stehen, die der Materie ihre Ordnung gegeben hat:
Die moderne Physik lehrt mich, dass die Natur
außerstande ist, sich selbst zu ordnen. Das Universum stellt eine große Masse
von Ordnung dar. Deshalb ist eine große erste Ursache erforderlich, die nicht
dem zweiten Satz der Energieumwandlung unterworfen, die also übernatürlich ist.
Claude Hathaway, Erfinder des “Elektronengehirns”
Wir stellen fest, dass unter den Dingen manche,
die keine Erkenntnis haben, wie zum Beispiel die Naturkörper, dennoch auf ein
festes Ziel hin tätig sind. Das zeigt sich darin, dass sie immer oder doch in
der Regel in der gleichen Weise tätig sind und stets das Beste erreichen. Das
beweist aber, dass sie nicht zufällig, sondern irgendwie absichtlich ihr Ziel
erreichen. Die vernunftlosen Wesen sind aber nur insofern absichtlich, das
heißt auf ein Ziel hin tätig, als sie von einem erkennenden geistigen Wesen auf
ein Ziel hingeordnet sind wie der Pfeil vom Schützen. Es muss also ein
geistig-erkennendes Wesen geben, von dem alle Naturdinge auf ihr Ziel
hingeordnet werden: und dieses nennen wir “Gott.”
Thomas von Aquin in: Georg Siegmund “Naturordnung als Quelle der
Gotteserkenntnis” Seite 54
Und das ist nicht eine
überholte Meinung aus dem Mittelalter, sondern hat bis in die Neuzeit hinein
Gültigkeit. So schreibt Max Planck, der Begründer der Quantentheorie:
Es gibt ein Gesetz, welches die Eigentümlichkeit
hat, dass es auf jedwede den Verlauf eines Naturvorganges betreffende sinnvolle
Frage eine eindeutige Antwort gibt, und dies Gesetz besitzt, soweit wir sehen
können, ebenso wie das Energieprinzip, genaue Gültigkeit, auch in der allerneuesten
Physik. Was wir aber nun als das allergrößte Wunder ansehen müssen, ist die
Tatsache, dass die sachgemäßeste Formulierung dieses Gesetzes bei jedem
Unbefangenen den Eindruck erweckt, als ob die Natur von einem vernünftigen,
zweckbewussten Willen regiert würde. Max Planck
Als Beispiel führt auch er die
Lichtbrechung an. Beim Durchgang durch Medien verschiedener Lichtbrechung
benutzt das Licht immer diejenige Bahn, ...
... zu deren Zurücklegung es, bei Berücksichtigung
der verschiedenen Fortpflanzungsgeschwindigkeiten in den verschiedenen
Luftschichten, die kürzeste Zeit braucht. Die Photonen, welche den
Lichtstrahl bilden, verhalten sich also wie vernünftige Wesen. Sie wählen
sich unter allen möglichen Kurven, die sich ihnen darbieten, stets diejenige aus,
die sie am schnellsten zum Ziele geführt. Max Planck in: Georg
Siegmund “Naturordnung als Quelle der Gotteserkenntnis” Seite 75
Es ist also keinesfalls so,
dass Gott durch die zunehmenden Erkenntnisse der Naturwissenschaft immer
kleiner würde, sondern im Gegenteil:
Die Größe Gottes wächst in dem Maße,
wie die Logik und Komplexität des Universums
vor unseren Augen zunimmt!
3. Die “Feinabstimmung des Universums”
Die Genauigkeit, mit der das
Weltall geplant worden sein muss, übersteigt das menschliche Vorstellungsvermögen
um ein Vielmilliardenfaches. Es hat sich herausgestellt, dass die neuentdeckten
Naturkonstanten wie zum Beispiel das Plancksche Wirkungsquantum oder die
Wirkung der Gravitation bis auf die vierzigste Stelle hinter dem Komma genau
stimmen müssen, damit das Weltall überhaupt entstehen konnte:
Das Weltall ist uns so unwahrscheinlich günstig
gesinnt, dass es geplant zu sein scheint. Wäre zum Beispiel die Materiedichte
im Urknall nur um den zehn-hoch-vierzigsten Teil größer gewesen, wäre das Universum
in kurzer Zeit wieder kollabiert.
Andreas Tammann, Astronomie-Professor Basel
Hinzu kommen die extrem
unwahrscheinlichen Bedingungen, die dann ein Leben auf konkret dieser Erde
überhaupt erst möglich gemacht haben - die Art und Zusammensetzung der
Elemente auf der Erde, deren Größe und Lage im Sonnensystem und in der Galaxie,
die Achsenneigung, Umlaufzeiten, der Mond usw.:
Das Universum ist offensichtlich eine abgekartete
Sache. Es gibt zu vieles, was zwar wie durch Zufall entstanden aussieht, es aber
nicht ist. Eine vernünftige Interpretation der Tatsachen legt den Gedanken
nahe, dass eine Superintelligenz mit Physik, Biologie und Chemie jongliert hat
und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die der Rede wert wären.
Sir Fred Hoyle, Physiker und Astronom
Mit anderen Worten: Die
Natur-Gesetze, die all dem zugrunde liegen, müssen von jemandem gesetzt worden
sein:
Die
große Fülle moderner Entdeckungen hat den alten Materialismus vollkommen
zerstört. Das Universum zeigt sich heute unseren Augen als Gedanke. Ein
Gedanke aber setzt das Vorhandensein eines Denkers voraus. Sir
John A. Fleming, Physiker, Radiotechniker
Deshalb wird Gott durch die
zunehmenden menschlichen Erkenntnisse nicht immer kleiner, sondern ganz im
Gegenteil, die Größe Gottes wächst in dem Maße, wie die Größe und Komplexität
des Universums vor unseren Augen zunimmt:
Je mehr das Feld der Wissenschaft sich erweitert,
desto zahlreicher und unverwerflicher werden die Beweise für die ewige Existenz
einer schöpferischen und allmächtigen Weisheit.
W.Herschel, Astronom, Entdecker des Uranus
Je tiefer wir in das harmonische ... Walten
der Naturkräfte eindringen, desto mehr fühlen wir uns zu demütiger
Bescheidenheit angeregt ... desto höher steigt unsere Bewunderung der unendlichen
ordnenden Weisheit, welche die ganze Schöpfung durchdringt.
Werner von Siemens, Begründer der Elektrotechnik
Das Weltall hat mit seinem
Alter und seiner Größe von 13 Milliarden (Licht-) Jahren inzwischen ein Ausmaß
erreicht, das eines allmächtigen Gottes sicher würdiger ist als die menschlich
überschaubare, kleine und junge Welt des Mittelalters. Aber das Ende ist noch
nicht in Sicht:
Je mehr ein Mensch die
Geheimnisse des Universums seinem Willen beugt und erforscht, desto mehr wird
ihm zum Entdecken übrigbleiben, denn er wird die Unendlichkeit des Unendlichen
begreifen.
Guglielmo Marconi, Nobelpreis Physik 1909,
Erfinder von drahtloser Telegraphie, Radio und Fernsehen
Was
sagt die Bibel zum Thema “Gottesbeweis”?
Paulus
betont, dass die Schöpfung ein klarer Beweis für die Existenz Gottes ist:
Das von
Gott Erkennbare ist unter den Menschen offenbar, weil Gott es ihnen offenbar
gemacht hat. Denn sein unsichtbares (Wesen) wird seit der Erschaffung der
Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut: Seine ewige Kraft und
Göttlichkeit - damit sie ohne Entschuldigung seien ... Römer 1:19,20
Aus der Schöpfung können wir zwar bei weitem nicht
das ganze Wesen Gottes erfassen, aber zwei seiner Eigenschaften können wir ganz
klar aus ihr erkennen: Seine Göttlichkeit und seine ewige Kraft. Das ist für
jedermann “erkennbar = gnohstós“ und “offenbar = phanerós”, das kann “mit dem Verstand wahrgenommen = no-éoh“
und sogar “geschaut = kat-horáoh“
werden. Paulus bestätigt mit seinen Sätzen außerdem die Erkenntnis, dass wir
grundsätzlich nur dann etwas über Gott wissen können, wenn er es von sich aus
offenbart: “Weil Gott es ihnen offenbar
gemacht hat”. Ein Gottesbeweis ist deswegen, ganz einfach gesagt, “wenn
Gott sich beweist”.
Gott selber ist zwar
unsichtbar, er ist Geist, doch sein Wirken in der Schöpfung beweist sein Dasein
- so wie ein Wind selber nicht sichtbar ist, aber dennoch eindeutig durch seine
Wirkung wahrgenommen wird: “Geist” und “Wind” ist in den Ursprachen der Bibel
jeweils dasselbe Wort (hebräisch ruach,
griechisch pneuma). Das Gemälde ist
Beweis für die Existenz eines Malers, die Uhr ein Beweis für den Uhrmacher.
Dieser Beweis ist so stark, dass jeder Unglaube “ohne Entschuldigung” bleibt. Die Bibel vertritt also den
Standpunkt, dass die Schöpfung ein offensichtlicher, unwiderlegbarer Beweis für
die Existenz Gottes ist. Doch wie sieht die Sache aus der Sicht der
Naturwissenschaften aus?
Wer denkt, muss glauben!
Die Logik und Größe der Schöpfung
hat zu allen Zeiten auch Naturwissenschaftler davon überzeugt, dass es einen
intelligenten und mächtigen Schöpfer geben muss. Mehr noch, einige der größten
unter ihnen waren der Überzeugung, dass echte Naturwissenschaft letztlich jeden
Forscher zu dem Punkt bringen muss, an dem er zum Glauben an Gott kommt. Wer
wirklich in die Tiefe gehende Naturforschung betreibt, wird unweigerlich zu dem
Ergebnis kommen, dass es einen Gott gibt - das ist die Überzeugung von
Naturwissenschaftlern wie Albert Einstein und Max Planck:
Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er
sich nicht vorstellen mag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er
erschaut, von ihm zum ersten Mal gedacht werden.
Albert Einstein, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreis Physik
Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang,
für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen. Max
Planck, Begründer der Quantentheorie,
Nobelpreis Physik
Diese beiden Spitzenwissenschaftler
sind deshalb nur zwei Beispiele für viele andere. Mehr als fünfzig solcher
Aussagen sind in dem gratis zu beziehenden Heft “Bekenntnisse - Zitate berühmter Naturwissenschaftler zum Thema
Gott” gesammelt. Sie finden sich außerdem in dem Buch “Gottes Beweise - Gute Gründe, an ihn zu glauben”, das vom
Verfasser zum Selbstkostenpreis bezogen oder aus dem Internet gratis
heruntergeladen werden kann. Hier auszugsweise noch einige weitere
Bekenntnisse.
Charles Darwin (1809-1895), Begründer der
Evolutionstheorie
Ich
kann mich keineswegs damit abfinden, dieses wunderbare Universum und
insbesondere die Natur des Menschen zu betrachten und zu folgern, dass alles
nur das Ergebnis roher Kräfte sei.
Stuhlhofer “Weltreise zum Agnostizismus” Seite 75,76
Ich
habe niemals die Existenz Gottes verneint. Ich glaube, dass die
Entwicklungstheorie absolut versöhnlich ist mit dem Glauben an Gott. - Die
Unmöglichkeit des Beweises und Begreifens, dass das großartige, über alle Maßen
herrliche Weltall ebenso wie der Mensch zufällig geworden ist, scheint mir das
Hauptgargument für die Existenz Gottes.
Ernst Frankenberger “Gottbekenntnisse großer Naturforscher”
Max Planck (1858-1947), Physiker,
Begründer der Quantentheorie
Den
unmittelbarsten Beweis für die Verträglichkeit von Religion und
Naturwissenschaft bildet die historische Tatsache, dass gerade die größten
Naturforscher aller Zeiten, Männer wie Kepler, Newton, Leibniz von tiefer
Religiosität durchdrungen waren.
Religion
und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben
und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander.
Für den
gläubigen Menschen steht Gott am Anfang,
für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen.
Albert Einstein, Physiker (1879-1955)
Jedem
tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich
nicht vorstellen mag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut,
von ihm zum ersten Mal gedacht werden.
Im
unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft.
Die
gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer
sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen
...
Nicht
Gott ist relativ, und nicht das Sein, sondern unser Denken.
Ich
glaube nicht, dass Wissenschaft und Religion notwendigerweise Gegensätze sind.
Ich denke vielmehr, es gibt zwischen den beiden eine sehr enge Verbindung.
Außerdem glaube ich, Wissenschaft ohne Religion ist lahm und Religion ohne
Wissenschaft blind. Beide sind wichtig und sollten Hand in Hand arbeiten
...
Ich
glaube an das Rätselhafte, und, offen gesagt, ich begegne diesem Rätselhaften
manchmal mit großer Furcht. Mit anderen Worten, ich glaube, es gibt im
Universum viele Dinge, die wir nicht wahrnehmen oder durchschauen können.
(Einstein in: A.Bucky “Der private Albert Einstein”, Seite 159)
Meine
Religiosität besteht in einer demütigen Bewunderung für den unendlich höheren
Geist, der sich in dem wenigen offenbart, das wir - mit unserem schwachen,
flüchtigen Verständnis - von der Wirklichkeit erfassen können.
Johannes Kepler(1571-1630), Mathematiker und Astronom
Astronomie
treiben heisst die Gedanken Gottes nachlesen.
Ernst Frankenberger: “Gottbekenntnisse großer Naturforscher”
Werner von Braun, Physiker, Raumfahrttechniker
Die
gelegentlich gehörte Meinung, dass wir im Zeitalter der Weltraumfahrt so viel
über die Natur wissen, dass wir es nicht mehr nötig haben, an Gott zu glauben,
ist durch nichts zu rechtfertigen. Bis zum heutigen Tag hat die
Naturwissenschaft mit jeder neuen Antwort wenigstens drei neue Fragen entdeckt.
Nur ein erneuerter Glaube an Gott kann die Wandlung herbeiführen, die unsere
Welt vor der Katastrophe retten kann. Wissenschaft und Religion sind dabei Geschwister,
keine Gegensätze ... Über allem stehe die Ehre Gottes, der das große
Universum schuf!
Arthur S. Eddington, Astronom und Physiker
Die
moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. Keiner der
Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr
mittelmäßige Philosophen. Ernst Frankenberger “Gottbekenntnisse großer
Naturforscher”
Lord Thomson Kelvin, Physiker
Überwältigende
Beweise von Intelligenz und wohlwollender Absicht umgeben uns, zeigen uns die
ganze Natur hindurch das Wirken eines freien Willens und lehren uns, dass alle
lebenden Wesen von einem ewigen Schöpfer-Herrscher abhängig sind.
Ernst Frankenberger: “Gottbekenntnisse großer Naturforscher”)
Isaak Newton, Physiker, Mathematiker, Astronom
Die wunderbare
Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines
allmächtigen Wesens zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und
höchste Erkenntnis.
Ernst Frankenberger: “Gottbekenntnisse ...”
Galileo Galilei
Zwei
Wahrheiten können sich nie widersprechen ... Denn die Heilige Schrift wie
auch die Natur haben ihren Ursprung gleichermaßen im Worte Gottes. Gott
offenbart sich uns in ebenso wunderbarer Weise in den Handlungen der Natur wie
in den ehrwürdigen Sätzen der Heiligen Schrift.
Thomas Alva Edison, Erfinder, mehr als 1.200 Patente
Den
größten Respekt und die größte Bewunderung für alle Ingeneure, besonders für
den größten unter ihnen: Gott!
Ernst Frankenberger “Gottbekenntnisse ...”
Robert Andrews Millikan, Physiker, Nobelpreis 1923
Leute,
die wenig von Wissenschaft wissen, und Leute, die wenig von Religion verstehen,
mögen sich einmal streiten, und die Zuschauer mögen denken, da streiten sich
nun die Wissenschaft und der Glaube, während es sich in der Tat um einen
Zusammenstoß zwischen zwei Arten von Unwissenheit handelt.
Ernst Frankenberger: “Gottbekenntnisse großer Naturforscher”
Blaise Pascal. Mathematiker, Physiker
Es wäre
nicht gerecht gewesen, wenn Gott in seiner Weise erschienen wäre, also
vollkommen göttlich und absolut fähig, alle Menschen zu überzeugen.
Aber es wäre auch nicht gerecht gewesen, wenn er so verborgen gekommen wäre,
dass er von denen nicht hätte erkannt werden können, die ihn ernsthaft
suchen ...
Für die, die wirklich sehen wollen, ist Licht genug da
und Verdunklung für die, die anders gesinnt sind.
Pascual Jordan, Physiker, Begründer der Quantentheorie
Alle
Hindernisse, alle Mauern, welche die ältere Naturwissenschaft auf dem Wege zur
Religion aufgerichtet hatte, sind heute nicht mehr da! Hattrup, Seite 52
Allan Sandage, Astronom (“Mister Cosmology”)
Als
junger Mann war ich praktizierender Atheist. Die Erforschung des Universums hat
mir gezeigt, dass die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur
übernatürlich erklären lässt.
Lee Strobel: “Indizien für einen Schöpfer”
Werner von Braun, Physiker, Raumfahrttechniker
Mir
fällt es ebenso schwer, einen Wissenschaftler zu verstehen, der nicht
anerkennt, dass es hinter dem Universum noch eine übergeordnete Realität gibt,
wie ich Schwierigkeiten damit habe, einen Theologen zu verstehen, der die
wissenschaftlichen Fortschritte leugnet. "
Lee Strobel “Indizien für einen Schöpfer”, Seite 359
Charles Darwin, Begründer der Evolutionstheorie
Die
Frage, ob ein Schöpfer und Regierer des Weltalls existiert, ist von den größten
Geistern, welche je gelebt haben, bejahend beantwortet. (Einiger, Seite 186)
Werner Heisenberg, Physiker
Der
erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch. Aber auf
dem Grund des Bechers wartet Gott.
______________________________________
Auf einen Blick:
Der Stammbaum von Himmel und Erde
Der Schöpfungsbericht
beschreibt eine aufsteigende Entwicklungsreihe, die sich erstaunlich mit dem
deckt, was die Naturwissenschaften herausgefunden haben:
·
Die Erde ist anfänglich von Wasser bedeckt, später
tauchen die Kontinente auf.
·
Nacheinander erscheinen Pflanzen, Meerestiere,
Landtiere und zuletzt die Menschheit.
Doch das ist noch lange nicht alles: Der
Schöpfungsbericht betont in seinem Untertitel, dass die Entfaltung des Lebens
auf der Erde auf Abstammung beruht:
Dies
sind die Geschlechterfolgen (hebräisch Toledot)
der Himmel und der Erde in ihrem Erschaffenwerden ...
Genesis 2:4
Das hebräische Toledot stammt von holid = zeugen und ist ein Spezialausdruck für Geschlechtsregister.
Tatsächlich ist das erste Kapitel der Schrift ein Familienstammbaum, der den
zahlreichen anderen Völkertafeln der Schrift ähnelt. Die Höherentwicklung des
Erdenlebens beruht auf Abstammung, all die aufgezählten Lebewesen sind
miteinander verwandt! Das gibt vielen anderen Aussagen des Schöpfungsberichts
neue Leuchtkraft:
·
Die Aussage im zweiten Vers - “Gottes Geist
brütete schützend über den Wassern” - passt nun nahtlos in das
Gesamtgeschehen: Am Anfang des Stammbaums der Himmel und der Erde standen einfachste Lebensformen in den
Gewässern der Urerde, über denen Gottes Geist brütete!
·
1. Tag: Im
Verlauf des ersten Schöpfungstages - der Textzusammenhang macht deutlich,
dass dies lange Zeiträume waren - konnte das Licht der schon “im Anfang”
erschaffenen Sonne durch die bis dahin undurchlässige Atmosphäre des Tohuwabohu
hindurchdringen. Dieses Licht war “gut” -
nämlich für die Lebenskeime, über denen Gottes Geist “brütete”, und damit für
den ganzen Stammbaum des Lebens.
·
2. Tag: Daraus
ergibt sich logisch das Geschehen des zweiten Tages, nämlich die Entstehung
einer neuen Atmosphäre: Lebenskeime
in den Gewässern des Urmeeres fingen mit Hilfe des Lichtes an, Photosynthese zu
treiben, was eine grundlegende Veränderung der Erdatmosphäre zur Folge haben
musste: Nicht eine feste “Wölbung” entstand, sondern eine dünne Luftschicht
zwischen der Meeresoberfläche und den Wolken, in der später die Flugtiere
flogen: Das hebräische “raqia” bezeichnet nicht Festigkeit, sondern Dünnsein,
Luthers Übersetzung mit “Firmament” ist unglücklich.
·
3.Tag: Die
nächste“Generation” sind die Landpflanzen
des dritten Tages. Im Rahmen eines Stammbaumes liegt es nahe, dass sie von
Vorfahren im Meer, einfachen, photosynthesetreibenden Organismen abstammten.
Das erklärt, warum sie ausdrücklich nicht erschaffen wurden. Vielmehr wird
betont, dass das Festland verursachte, dass sie, so der Grundtext,
“herauskamen” - logischerweise aus den unmittelbar vorher genannten
Gewässern, über denen Gott gebrütet hatte.
·
4. Tag:
Tag Auf diesen Schub in der Entfaltung pflanzlichen Lebens folgte logisch eine zweite Veränderung der Erdatmosphäre.
Diese bewirkte, dass vom vierten Tag an das Licht der Gestirne ungestreut bis
zur Erdoberfläche gelangen konnte. Ein Schöpfungsakt und auch die Worte “Sonne”
und “Mond” kommen überhaupt nicht vor! Es geht vielmehr um das von den
Himmelskörpern ausgehende Licht, das von nun an nicht mehr nur als diffuse
Helligkeit, sondern ungestreut wahrgenommen werden konnte.
·
5. Tag: Dies war
eine unabdingbare Voraussetzung für die Entstehung
tierischen Lebens in den Meeresgewässern, auch Kambrische Explosion
genannt. Deren tiefere Ursache bestand darin, dass durch Gottes zweiten
Schöpfungsakt Tierseelen ins Dasein gebracht wurden. Dieses geschah in den
Stammbaum hinein, der in den Gewässern verlief: Das im Schöpfungsbericht mit
“Art” übersetzte hebräische Wort “min” bedeutet wörtlich: “Herkunft, Abkunft”.
Typisch waren krabbelnde Meerestiere (Trilobiten usw.), Meeresraubtiere
(Riesenkrebse und -Kraken) und Flugtiere.
·
6.Tag:
Die Landtiere wurden nicht neu erschaffen! Am sechsten Tag
verursachte das Festland, dass einige der Wassertiere auf das Festland
“herauskamen”. Das ist der Grund, warum die Landtiere im Gegensatz zu den
Wassertieren nicht gesegnet wurden - sie stammten von den Meerestieren ab,
deren Segen sich in ihnen fortpflanzte!
·
Noch innerhalb des sechsten Tages folgte dann auf
das Erscheinen der Landtiere die Entstehung
der Menschheit, die zuerst zubereitet und dann im Bilde Gottes erschaffen
wurde. Im Rahmen eines Stammbaumes ist logisch, dass der Mensch Landtiere als
Vorfahren hatte und in diesem Sinne sogar selber eines ist, Prediger 3:18. Der
Mensch ist als Säugetier ein Repräsentant aller Weltstufen der gesamten
sichtbaren Schöpfung. Als geistbegabtes Wesen ist er zugleich das Bindeglied
zur unsichtbaren Welt, von Gott dazu berufen, zum Wohle der Schöpfung zu
regieren.
·
7. Tag: Die
Erde leidet seit dem Tohuwabohu (Vers 2) unter Mangel, Kampf und Tod. Es ist
bei weitem nicht alles sehr gut in ihr - nur das, was Gott tut. Der Mensch ist
sein wichtigstes Werkzeug, um die Erlösung der Schöpfung zu
verwirklichen - innerhalb des siebten Tages, der bis heute andauert!
·
Genesis
1 und die Naturwissenschaft

Diese aufsteigende Entwicklungsreihe wird im Schlusssatz
des Schöpfungsberichtes ausdrücklich als Stammbaum bezeichnet, Genesis 2:4!
Dieser “Stammbaum von Himmel und Erde” ist auf eine Fortsetzung hin angelegt,
die offenbart, wie Gottes Pläne für die Menschheit aussehen, die dazu berufen
ist, bei der Wiederherstellung der Schöpfung eine zentrale Rolle zu spielen.
Genesis 1 ist nur “der Anfang”, und damit geht es erst richtig los: Der
geheimnisvolle siebte Tag dauert bis heute an und wir leben mitten in den Ereignissen,
von denen die Bibel schreibt!
Dieses Heft besteht aus Auszügen des Buches:
“Der
Stammbaum Gottes”
Genesis 1: Schöpfung &
Evolution, wie sie im Buche stehen
Satz für Satz wird der Bibeltext erklärt: Das erste Kapitel der Bibel ist
in Wirklichkeit “der Stammbaum von
Himmel und Erde”, so steht es im Text. Tatsächlich kann kein anderer
Schöpfungsbericht sich mit diesem Stammbaum messen, der die aufsteigende
Entwicklung des Lebens “von Anfang an” beschreibt: Pflanzen, Wassertiere,
Landtiere, Menschheit.
Weitere Themen: Die Tohuwabohu-Zeit der Erde und das Rätsel der frühen
Lebensentstehung. Wie lange dauerten Gottes Schöpfungstage? Schuf Gott die
Arten? Die Landtiere kamen aus dem Meer! Genetische Beweise für die Abstammung
des Menschen. Gottes Antwort auf das Leid in der Schöpfung u.v.m.
Circa
250 Seiten, 5,- Euro
Kurzfassung auch auf Englisch und Niederländisch erhältlich.
“Krieg im Paradies”
Genesis 2-5: Der
Kampf um unsere Erde
Adam
war eine reale Person, die ungefähr 5000 Jahre vor Christus in Mesopotamien
lebte, der Wiege der menschlichen Kultur. Er war er der erste Auserwählte, mit
dem Gott einen Bund einging. “Adam” heißt "Mensch", Eva heißt
"Leben", und wie die beiden waren und lebten, so sind und leben auch
wir. Und weil wir heute noch ernten, was damals gesät wurde, erhalten wir durch
den Bericht über die Ereignisse in Eden lebenswichtige Orientierungshilfen für
die Kämpfe der Zukunft, in denen es nicht nur um unsere Erde, sondern auch um
den Himmel gehen wird. Der Ausgang dieses Krieges steht fest, doch auf welcher
Seite wird jeder einzelne von uns am Ende stehen?
Circa 200 Seiten, 4,- Euro.
“Urzeit
und Endzeit”
Genesis 6ff: Gott als
Richter und Retter in Megakatastrophen
Unglücke
wie die Sintflut, Sodom und Gomorrha und die Plagen Ägyptens oder der “Endzeit”
sind Ereignisse, die vielen Bibellesern Probleme bereiten: Ist Gott,
insbesondere der Gott des Alten Testamentes, grausam? Nein, Gott ist Liebe, und
alles, was er tut, ist gut - immer! Gott ist besser als unsere besten
Vorstellungen von ihm, aber wir können sein Handeln nur im Zusammenhang
verstehen. Wenn wir seine Gerichte einmal genauer ansehen, wird immer
deutlicher, dass sie nichts anderes waren, als gerechte und barmherzige
Rettungsversuche an untergehenden Kulturen. Und sie sind Prototypen dessen, was
uns am Ende dieses schwierigen Zeitalters erwartet!
Circa 125 Seiten. Preis: 2,50
Euro
“Gottes
Beweise”
Gute Gründe, an IHN zu glauben!
Echter
Glaube beruht nicht auf Spekulationen oder religiösen Gefühlen, sondern auf
Tatsachen und Beweisen - sagt die Bibel! Und noch eines: Nicht Beweise
rauben uns unsere Entscheidungs-Freiheit, sondern Vorurteile! Wer getäuscht
ist, ist gefangen. Nur, wer die Fakten sicher kennt, kann sich objektiv
entscheiden. Hier also wissenschaftliche, private, öffentliche, experimentelle,
zwingende und gefälschte Gottesbeweise.
Circa
200 Seiten. Preis: 4,-
Diese und einige weitere Schriften können, ebenso wie
das vorliegende Gratisheft, bei mir bestellt oder von der folgenden Homepage
gratis heruntergeladen werden:
www.urzeitundendzeit.de
Gottes Tagebuch
Die Bibel ist in gewisser Weise “Gottes Tagebuch” für die Menschheit: Sechs
Gottes-Tage sind in ihrem ersten Kapitel zusammengefasst.
Was danach geschrieben steht, handelt überwiegend von Dingen, die während
des siebten Tages geschahen und noch geschehen. Denn der siebte Tag ist, ebenso
wie seine Vorgänger, ein langes Zeitalter, und er hat bis heute nicht geendet,
Hebräer 4:4-11!
Das erste Kapitel der Bibel ist sozusagen die Eingangstür zu dem ganzen Buch. Der Schlüssel zu ihr ist, dass wir den Bibeltext wirklich “zu Wort” kommen lassen und "beim Wort" nehmen. Dann kommen erstaunliche Fakten zutage, die so manche bibelkritische wie auch angeblich bibeltreue Auslegung in ganz neuem Licht erscheinen lassen.
Das Ergebnis: Die Tür zur Bibel steht nun auch
denen wieder offen, für die sie aufgrund von festgefahrenen Auslegungen lange
Zeit verschlossen war.
[1] Zum Beispiel wird das ganze 3.Buch Mose in
seinem Schluss-Satz zusammengefasst: “Dies
sind die Gebote, die der HERR dem Mose auf dem Berg Sinai an die Israeliten
aufgetragen hat.” 3.Mose 27:34
Weitere Untertitel (fettgedruckte beginnen mit “elläh = dies sind”, genau wie Genesis 2:4, unterstrichene sind Untertitel von Geschlechtsregistern): Genesis 10:20,29,31,32, 22:23, 25:4, 25:16, 35:26, 36:5,12,13,16,17,18,19,21,43, 46:15,18,22,25, 49:28, Exodus 6:15,19,24,25, 19:6, 38:21, 3.Mose 11:46, 14:54, 15:32, 26:46, 27:34, 4.Mose 1:16,44, 2:32, 3:5,20,27, 4:45, 10:28, 13:16, 26:63, 29:39: 30:17, 34:29, 36:13, 5.Mose 28:69, Josua 13:32, 19:51, Jeremia 51:64, Hesekiel 1:28, 19:14, 43:12, 48:29.
richeph = schützend schweben, brüten, kommt nur noch in 5.Mose 32:11 vor, wo es das schützende Flattern von Adlern über ihren Jungen bezeichnet. Die verwandten arabischen und syrischen Worte bedeuten: “schützend die Flügel ausbreiten, sich über etwas legen, brüten”.
raqia = dünne Schicht. Die verwandten hebräischen, arabischen, assyrischen und syrischen Wörter haben alle die Grundbedeutung: “etwas zu einer dünnen Schicht ausbreiten”.
min = wörtlich: Abkunft, Herkunft, “Art”. Die Grundbedeutung ist: Gemeinsamer Ursprung, dann Trennung voneinander und Unter-Scheidung, Verschieden-Artigkeit.
jatsa = herauskommen. Dieses Wort bezeichnet niemals die völlige Neuentstehung einer Sache, sondern immer, dass bereits vorhandene Dinge irgendwo (Textzusammenhang!) “herauskommen”.
ma-or = Licht, im Sinne von “Lichtquelle, Lichtpunkt”. Abgeleitet von or = Licht, Helligkeit. Es bezeichnet nicht Lichtkörper (wie hebräisch ner = Lampe), sondern das von Lichtquellen ausgehende Licht.
asah = etwas Vorhandenes zubereiten. Bezeichnet nie die Neuschaffung einer Sache, sondern die Zubereitung von bereits vorhandenen Dingen. Es wird für die Tätigkeiten von Gott, Menschen, Tieren und sogar Pflanzen verwendet.
natan = wörtlich: “geben, zuteilen”, “in jemandes Machtbereich geben”.
näphäsch = Seele. Tiere haben eine Seele! Damit ist die Fähigkeit gemeint, Gefühle wie Hunger und Durst, Angst, Freude und Schmerz zu empfinden und willentliche Bewegungen auszuführen.
oph = Flugtiere. Abgeleitet von ^uph = fliegen. Es bezeichnet sowohl Vögel als auch Insekten und Fledermäuse, 3.Mose 11:13,19,20, 5.Mose 14:18,29. Die später im Text erwähnten “gefiederten Flugtiere” heißen wörtlich “geflügelte Flugtiere”.
tannin = Ungeheuer. Bezeichnet in der Bibel immer ausgesprochen räuberische Tiere.
jatsa = herauskommen. Dem Textzusammenhang nach aus den Meeresgewässern - dort gab es bereits “lebende Seelen”!
asah = etwas Vorhandenes zubereiten. Bezeichnet nie die Neuschaffung einer Sache, sondern die Zubereitung von bereits Vorhandenem.
natan = wörtlich: “geben, zuteilen”, “in jemandes Machtbereich geben”.
tsaba = Armee, Heer. Bezeichnet bewaffnete Heerscharen in kriegerischen Auseinandersetzungen.
toledot = “Zeugungsfolgen, Geschlechterfolge = Stammbaum”. Dieses Wort wurde aus dem Tätigkeitswort holid=zeugen gebildet und ist in der Bibel ein Spezialausdruck für Abstammungsreihen. In allen 39 biblischen Vorkommen bezeichnet es Abstammungsvorgänge. Die Einheitsübersetzung überträgt es 36 Mal mit “Geschlechterfolge”, einmal mit “Geschlechterliste”, einmal mit “Reihenfolge, wie sie geboren wurden”, nur in Genesis 2:4 mit “Entstehungsgeschichte”.
[2] Dr.Abraham Meister BIBLISCHES NAMENSLEXIKON, Verlag Mitternachtsruf, Pfäffikon ZH / Schweiz, 1984. ISBN 3-85810-086-2. Seite 345. Vergleiche auch: Heinz Schumacher: “Die Namen der Bibel”, Paulus-Verlag Karl Geyer, 7100 Heilbronn, Goethestr.38, 1976. (Namen Gottes auf Seite 191ff.)